Vielleicht hast du in letzter Zeit immer wieder gelesen, dass sich SEO stark verändert. KI-Suchmaschinen bzw. Modelle wie ChatGPT, Perplexity oder Bing Copilot sind auf dem Vormarsch. Neue Begriffe wie „GEO“ tauchen auf. Und du fragst dich: „Muss ich mich jetzt schon wieder mit etwas Neuem beschäftigen?“
Wenn du gerade dabei bist, die Online-Sichtbarkeit deines Unternehmens aufzubauen oder weiterzuentwickeln, kann das zunächst unübersichtlich wirken. Das ist nachvollziehbar. Denn obwohl viele schon über GEO sprechen, als wäre das das neue SEO, gibt es dazu kaum fundierte Informationen.
Ich selbst bin seit Jahren auf Google-Suchmaschinenoptimierung für Websites spezialisiert und beobachte die Entwicklungen sehr genau. Aktuell wird vieles vermutet, getestet, spekuliert. Aber ich kann heute schon sagen: GEO steht den bisherigen SEO-Empfehlungen nicht entgegen. Es ist eher eine Weiterentwicklung.
Was sich bei SEO gerade verändert
Die Art und Weise, wie Menschen online nach Informationen suchen, wandelt sich. Immer mehr Nutzer:innen stellen ihre Fragen direkt an KI-gestützte Systeme wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Diese liefern keine Liste von Links, sondern eine zusammengefasste Antwort, basierend auf verschiedenen Quellen.
Das heißt: Deine Inhalte müssen nicht nur gefunden, sondern auch verstanden und zitiert werden können.
Genau hier kommt GEO ins Spiel: Generative Engine Optimization bedeutet, Inhalte so zu gestalten, dass sie für KI-Systeme als vertrauenswürdige Quelle nutzbar sind. Aber: GEO ist kein Ersatz für SEO, sondern eher eine Erweiterung. Es geht darum, bekannte SEO-Prinzipien auf neue Kontexte anzuwenden.
Warum SEO (noch) nicht tot ist
Auch wenn die KI-gestützte Suche stark wächst, dominieren klassische Suchmaschinen und sichtbarkeitsgetriebene Strategien weiterhin das Web.
🔹 Google verarbeitet nach wie vor den Großteil aller Suchanfragen weltweit und bleibt mit einem Anteil von über 90 % am Suchmaschinenmarkt im Jahr 2025 Marktführer, auch in Deutschland.
🔹 Die klassische Nutzung von Suchmaschinen ist weiterhin stark: Über 95 % der Internetnutzer verwenden traditionelle Suchmaschinen regelmäßig, trotz KI-Tools.
🔹 Studien zeigen außerdem, dass ausgewählte KI-Suchschnittstellen und KI-Antwortfunktionen zwar wachsen, aber nur eine Ergänzung und kein Ersatz sind.
Kurz gesagt: Auch wenn die KI-basierte Suche Aufmerksamkeit erhält und von Nutzern für schnelle Antworten genutzt wird, bleibt klassisches SEO für echte Sichtbarkeit und Reichweite weiterhin entscheidend.
Was ist GEO und brauchst du das jetzt wirklich?
Der Begriff „GEO” wird aktuell viel diskutiert, doch es gibt kaum valide, öffentlich dokumentierte Informationen dazu. Es kursieren auch weitere Begriffe wie AEO (Answer Engine Optimization), AIO (Artificial Intelligence Optimization) oder LLMO (Large Language Model Optimization). All dies zielt jedoch auf dasselbe ab: Sichtbarkeit nicht nur für Menschen, sondern auch für KI-gestützte Tools und Suchmaschinen.
Was momentan als Best Practice für GEO empfohlen wird, basiert meist auf Eigenversuchen und Rückbeobachtungen. Das ist nicht ungewöhnlich; bei Google war es ähnlich, bevor es eine zuverlässige Dokumentation gab.
Deshalb mein Rat: Erstmal tief durchatmen. 😉
Wenn du die SEO-Basics gut umsetzt, bist du schon auf dem richtigen Weg. Denn: Gutes SEO bedeutet wahrscheinlich auch gutes GEO vor allem, wenn du deine Inhalte auf Relevanz, Klarheit und Vertrauenswürdigkeit ausrichtest: Stichwort EEAT.
EEAT steht für „Expertise, Experience, Authority and Trust”. Das bedeutet, dass Google prüft, wie viel Fachwissen du zu einem Thema hast, wie angesehen du in diesem Bereich bist und wie vertrauenswürdig deine Website ist.
Die EEAT-Faktoren sind für SEO wichtig, da sie Google dabei helfen, die Qualität und Relevanz einer Website zu bewerten. Die Suchmaschine ist nämlich bestrebt, den Nutzern stets das bestmögliche Ergebnis anzuzeigen. Dieses Prinzip greift also auch bei KI-Modellen.
SEO & GEO = Sichtbarkeit mit System
SEO liefert die Basis: Eine technisch saubere Website, gut strukturierte Inhalte, eine klare Nutzerführung.
GEO baut darauf auf: KI-Systeme brauchen Inhalte, die kontextreich, klar formuliert und als Antwort leicht extrahierbar sind. Das bedeutet, du solltest auf deinen Kanälen:
- gezielte Nutzerfragen beantworten, das geht z.B. ideal in einem eigenen Blog auf deiner Website
- Inhalte in Listen oder klaren Abschnitten strukturieren, z. B. durch einen FAQ-Bereich
- semantisch passende Begriffe verwenden, die deine Positionierung unterstreichen
Beides zusammen ergibt eine durchdachte Content-Strategie, die sowohl klassische Suchmaschinen als auch KI-Modelle bedienen kann.
Was du jetzt tun kannst: Deine nächsten 5 Schritte
Bitte beachte, dass nicht jede Website zwangsläufig „GEO-optimiert“ werden muss. Frage dich stattdessen: Ist mein Business bzw. mein Thema überhaupt relevant für KI-Suchsysteme?
Falls ja, folge gern meinen Empfehlungen:
- Zielgruppenfragen analysieren
Denke weniger in klassischen Keywords und mehr in Kontexten! Was wollen deine Kund:innen wirklich wissen? Welche konkreten Fragen bzw. Prompts stellen sie? - Content klar und strukturiert aufbereiten
Achte auf eine gute Struktur deiner Texte durch Überschriften, Bulletpoints etc. Schreibe so, dass Menschen und Maschinen den Kern der Inhalte schnell verstehen. Und vor allem: Lass deine persönlichen Erfahrungen einfließen. Dadurch unterscheidest du dich von generischen Inhalten. Diese sind nämlich immer noch gefragt. - Die Basics solide umsetzen
Technische SEO-Grundlagen (schnelle Ladezeiten, Mobilfreundlichkeit, saubere Struktur) sind nicht „veraltet“, sondern weiterhin eine notwendige Basis. - Offpage nicht vergessen
KIs beziehen Informationen aus vielen Quellen: Social Media, Interviews, Bewertungen, externe Plattformen. Beziehe bei der Optimierung deine gesamte Online-Präsenz außerhalb der eigenen Website mit ein. - Mach den Realitätscheck
Frag eine KI: „Was weißt du über die Marke / das Unternehmen XYZ?“ oder „Was lässt sich über Person XY als Unternehmer:in öffentlich herausfinden?“
Das zeigt dir, welche Informationen bereits über dich bekannt sind und in welchen Bereichen du noch mehr Inhalte liefern solltest.
WICHTIG: Melde dich dafür bei dem KI-System ab, das du am meisten nutzt, oder benutze ein anderes System und frage somit als „externer Nutzer“, dann erhältst du ein valides Ergebnis und kein kontextuelles Wissen aus euren Unterhaltungen.
Sichtbarkeit über Suchmaschinen hinaus denken
GEO ist wichtig, aber nur ein Teil einer ganzheitlichen Online-Strategie.
Wenn du langfristig sichtbar sein willst, solltest du nicht für einzelne Tools optimieren, sondern für dein Thema, deine Positionierung und dein Netzwerk. Denn: KI-Modelle beziehen ihre Informationen aus einer Vielzahl von Quellen.
Das bedeutet auch: Je klarer und konsistenter du online auftrittst, desto höher die Chance, dass du als relevante Quelle eingeordnet wirst.
Deine Inhalte sollten:
- verständlich und hilfreich sein.
- dich als vertrauenswürdige Quelle zu deinem Thema erkennbar machen.
- sich über verschiedene Plattformen hinweg konsistent darstellen.
Fazit: Strategie statt Schnellschuss
Du musst GEO nicht sofort meistern. Du brauchst auch keine Angst zu haben, etwas zu verpassen. Du darfst dich aber gern informieren, reflektieren und die neuen Entwicklungen mit ruhigem Blick beobachten. Folge mir dafür gern auf LinkedIn oder melde dich für meinen Newsletter an.
Das Internet wandelt sich. Aber was bleibt, ist dein Wissen, deine Erfahrung und dein Content.
📌 Ob du’s SEO, GEO oder generative Suchoptimierung nennst, am Ende geht’s ums Gleiche: Sichtbarkeit für relevante Suchanfragen schaffen, die deine Wunschzielgruppe zu deinem Unternehmen führt.
Und das funktioniert nur, wenn du:
✔ weißt, wer deine Zielgruppe ist,
✔ ihre Fragen und Bedürfnisse kennst,
✔ Inhalte mit echter Substanz anbietest,
✔ die Nutzererfahrung optimierst,
✔ und geduldig und strategisch arbeitest.
GEO bedeutet also nicht, alles neu zu machen. Es heißt: bewusster mit deinen Inhalten umzugehen und dafür zu sorgen, dass sie nicht nur hilfreich sind, sondern auch gut auffindbar.
Bleib sichtbar, nicht überall gleichzeitig, aber genau dort, wo deine Kund:innen dich bzw. deine Expertise brauchen.
Dein nächster Schritt zu mehr Sichtbarkeit:
Wenn du das Gefühl hast, dass SEO für dich gerade nicht richtig greift oder du schon viel gemacht hast, aber deine Sichtbarkeit noch nicht da ist, wo sie sein sollte, dann lass uns gemeinsam draufschauen. Auch wenn du gezielt wissen willst, inwiefern GEO in Zukunft für dich spannend ist und welche Maßnahmen für dich sinnvoll sind, kann ich dir helfen.
👉 In einem Strategiegespräch klären wir, ob SEO bzw. GEO für dich überhaupt Sinn macht und wie du deine Sichtbarkeit mit einfachen, gezielten Maßnahmen stärken kannst. Gerade wenn du bereits SEO auf deiner Website umsetzt oder erste Rankings hast, kann sich der strategische Feinschliff lohnen.
Du bist bei SEO noch am Anfang? Kein Problem.
Für dich bietet sich mein Website-Check an: Ich analysiere deine Online-Präsenz, decke Potenziale auf und gebe dir konkrete Handlungsempfehlungen, wie du nicht nur in klassischen Suchmaschinen, sondern zukünftig auch in KI-Suchsystemen sichtbar wirst.
