Ich mag Marketing wirklich sehr. Sonst würde ich nicht seit über 20 Jahren in diesem Bereich arbeiten und mich vor über vier Jahren damit selbstständig gemacht haben.
Was ich aber nicht mag, ist dieses laute, schnelle und dauerpräsente Marketing, das einem überall begegnet und oft den Eindruck vermittelt, dass es nur noch um mehr Output, mehr Druck und mehr Sichtbarkeit geht.
Was mich daran interessiert, ist etwas anderes. Die Frage, wie Marketing ganz individuell zu einem Menschen passen kann. Zu den eigenen Werten, zur eigenen Art zu arbeiten und vor allem auch zum eigenen Tempo.
In den letzten Jahren habe ich viele Selbstständige, Gründer:innen und kleine Unternehmen begleitet. Und dabei ist mir immer wieder aufgefallen: Die eigentliche Herausforderung ist oft nicht nur strategisch.
Nach außen sieht es vielleicht nach einem Marketingthema aus. Da geht es um Sichtbarkeit, Positionierung, Content oder darum, dass Angebote nicht richtig greifen. Aber darunter liegt oft noch etwas anderes.
Unsicherheit. Überforderung. Innere Widersprüche. Oder einfach das Gefühl, dass man eigentlich losgehen will, aber trotzdem nicht richtig ins Tun kommt.
Genau deshalb habe ich im Februar 2026 eine Ausbildung zum systemischen Business Coach begonnen.
Nicht, weil ich jetzt plötzlich etwas ganz anderes machen will. Sondern eher, weil ich gemerkt habe, dass sich meine Arbeit weiterentwickeln darf.
Und weil ich schon lange spüre, dass Marketing oft nur an der Oberfläche kratzt und die eigentlichen Themen dahinter die „eigentliche Herausforderung“ sind.
Marketing ist selten das Problem.
Viele Menschen kommen zu mir, weil sie sichtbarer werden wollen. Oder weil sie sich mit Social Media unwohl fühlen. Oder weil sie das Gefühl haben, dass sie unglaublich viel machen und trotzdem nicht wirklich die richtigen Menschen erreichen.
Und ja, natürlich arbeiten wir dann an Strategie, mehr Klarheit, den richtigen Inhalten oder an ihrer Positionierung. Aber oft zeigt sich relativ schnell, dass nicht einfach nur ein Plan fehlt.
Oft liegt dem Problem etwas zugrunde, das sich nicht mit noch mehr Wissen lösen lässt.
- Überforderung, weil alles gleichzeitig wichtig scheint („Was soll ich als erstes angehen?“)
- innere Konflikte („Ich will sichtbar sein, aber ich will mich nicht verbiegen.“)
- Entscheidungsdruck („Welches Angebot ist jetzt dran?“)
- Team-/Partnerdynamiken (wenn Business nicht allein passiert)
- die Frage: „Wie bleibe ich bei mir und gehe trotzdem los?“
Manche sind völlig überladen von all dem, was gleichzeitig wichtig zu sein scheint. Andere wissen eigentlich schon viel, stehen sich aber bei Entscheidungen immer wieder selbst im Weg. Und wieder andere merken, dass sie sich zwar Sichtbarkeit wünschen, aber bitte nicht um den Preis, sich zu verbiegen.
Ich erlebe auch oft dieses Spannungsfeld:
„Ich möchte rausgehen mit meinem Thema. Aber es soll sich nach nach MIR anfühlen.“
Und genau da wird es interessant. Denn das ist kein reines Marketingproblem mehr.
Es geht dann plötzlich um viel mehr. Um Selbstführung, innere Klarheit, gesunde Grenzen und Muster, die sich wiederholen. Vielleicht auch um Angst vor Bewertung oder davor, sich wirklich zu zeigen.
Ich arbeite schon lange achtsam, ressourcenorientiert und sehr persönlich. Trotzdem habe ich gemerkt: Ich möchte dieses „tiefer arbeiten“ nicht nur intuitiv machen, sondern noch fundierter. Mit einem klaren methodischen Rahmen und einem Coaching-Handwerk, das trägt, auch dann, wenn es emotional wird.
Warum der systemische Coaching-Ansatz?
Was mich am systemischen Ansatz so anspricht, ist dieser Blick auf Zusammenhänge. Wir sind ja nie nur „die Person mit dem Businessproblem“. Wir bringen immer etwas mit: Erfahrungen, Prägungen, Beziehungen, Rollen, Erwartungen, alte Muster. All das spielt mit rein. Auch im Business. Vielleicht sogar besonders da, weil es uns fordert.
Manchmal liegt das Problem nicht darin, dass jemand undiszipliniert ist oder sich nur besser organisieren müsste. Manchmal steckt jemand in einem inneren Konflikt. Oder in einer Dynamik, die man von außen erstmal gar nicht so schnell sieht.
Vielleicht passt das Angebot noch nicht ganz zur eigenen Rolle.
Vielleicht ist da Druck von außen.
Vielleicht fehlt nicht Motivation, sondern Sicherheit.
Vielleicht geht es gar nicht darum, noch mehr zu machen, sondern erst einmal besser zu verstehen, was da gerade eigentlich los ist.
Ich finde diesen Blick unglaublich entlastend. Weg von der Frage: Was stimmt nicht mit mir und was muss ich (an mir0 verbessern? Mehr hin zu: Was wirkt hier eigentlich gerade und was brauche ich, damit es wieder klarer wird?
Genau das reizt mich: Es genauer zu betrachten und somit auch als Konsequenz das Marketing zu erleichtern.
Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum mein Buch „Marketing beginnt in Dir!” heißt. Weil ich schon lange daran glaube, dass gute Sichtbarkeit nicht im Außen entsteht.
Was eine gute Coaching-Ausbildung für mich ausmacht
Ich habe nicht von heute auf morgen entschieden, diese Ausbildung zu machen. Im Gegenteil. Ich habe lange überlegt, weil so eine Ausbildung natürlich auch eine echte Investition ist. Zeitlich, finanziell, energetisch. Und ich wollte das nicht einfach nebenbei machen oder nur, weil es gerade gut klingt.
Mir war wichtig, etwas zu finden, das wirklich Substanz hat. Ich wollte keine Ausbildung, die im Wesentlichen aus aufgezeichneten Videos besteht. Ich wollte auch kein Schnellformat, das einem in kurzer Zeit ganz viel verspricht, aber wenig Raum lässt, um Dinge wirklich zu verarbeiten.
Was ich gesucht habe, war eher das hier:
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Live-Begleitung und echte Interaktion
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Zeit, damit Entwicklung überhaupt passieren kann
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eine fundierte systemische Basis statt nur einzelner Tools
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Praxis, Übung und Supervision
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ein Rahmen, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Haltung
Denn genau das ist für mich der springende Punkt: Coaching ist für mich keine Nebensache. Wenn ich damit arbeiten möchte, dann möchte ich es auch wirklich gründlich lernen UND praktizieren.
Warum ich mich für die Ausbildung bei der > online coaching manufaktur < entschieden habe
Am Ende habe ich mich für die Online-Coaching-Manufaktur entschieden, weil dort ziemlich viel von dem zusammenkommt, was mir wichtig war. Abgesehen davon waren die Erstgespräche und der Kontakt so angenehm, dass sie mir die Entscheidung leicht gemacht haben.
1) 100 % live online und trotzdem persönlich
- Die Ausbildung findet komplett online statt, aber live und interaktiv.
- Das fand ich direkt stimmig, weil ich selbst viel online arbeite und weiß, dass auch digital sehr persönliche und tiefe Lernräume entstehen können, wenn sie gut gehalten sind.
2) Neun Monate: ein Rhythmus, der Integration möglich macht
- Die Ausbildung läuft über neun Monate mit mehreren Modulen und zusätzlichen Themenabenden.
- Genau das mochte ich. Kein „mal eben schnell“, sondern ein Rahmen, in dem man Inhalte nicht nur hört, sondern auch wirklich ein Stück weit mit ins eigene Arbeiten nehmen kann.
- Ich glaube mittlerweile sowieso, dass Entwicklung Zeit braucht. Nicht ewig. Aber eben mehr als ein Wochenende.
3) Kleine Gruppe & Community. Nicht Masse, sondern echtes Lernen
- Auch die Gruppengröße war für mich ein Punkt.
- Ich wollte kein anonymes Massenformat, sondern einen Rahmen, in dem Austausch möglich ist und Fragen auch wirklich Platz haben.
- Dazu gibt es ein Community-Portal mit Materialien und Übungen, was ich für das Dranbleiben zwischen den Modulen sehr sinnvoll finde.
4) Business-Fokus, der zu meiner Arbeit passt
- Der Business-Bezug hat für mich natürlich auch eine große Rolle gespielt.
- Ich begleite ja ohnehin Menschen in ihrem unternehmerischen Alltag. Da geht es ständig um Entscheidungen, Kommunikation, Rollen, Prioritäten, Grenzen und oft auch um Führung, selbst wenn niemand offiziell „Führungskraft“ auf der Visitenkarte stehen hat.
- Deshalb fühlt sich dieser Fokus für mich sehr passend an.
5) Inhalte, die Tiefe UND Praxis verbinden
- Was mir auch wichtig war: dass die Ausbildung nicht nur auf dem Papier gut klingt.
- Die Inhalte verbinden Grundlagen mit konkreter Anwendung. Also nicht nur Methodenwissen, sondern auch Prozessverständnis, Fallarbeit und Supervision. Genau das habe ich gesucht.
- Weil ich nicht einfach nur etwas über Coaching lesen wollte. Ich wollte erleben, üben, reflektieren und lernen, wie man Menschen wirklich gut begleitet.
6) Abschluss, der echte Coaching-Kompetenz zeigt
- Auch der Abschluss wirkte auf mich nicht wie eine reine Formalität.
- Es geht nicht nur darum, irgendwo teilgenommen zu haben, sondern darum, Coaching-Kompetenz tatsächlich zu zeigen. Das war mir wichtig, weil ich genau diese Ernsthaftigkeit gesucht habe.
Was das für meine Kund:innen bedeutet
Für meine Kund:innen heißt das nicht, dass ich jetzt plötzlich nur noch coache und Marketing hinter mir lasse. So empfinde ich es überhaupt nicht.
Es ist eher eine Vertiefung von dem, was mir in meiner Arbeit ohnehin schon wichtig ist. Du kannst mit mir weiterhin an Strategie, Sichtbarkeit, SEO, Content und Positionierung arbeiten. Aber ich möchte noch besser begleiten können, wenn sichtbar wird, dass unter dem eigentlichen Thema noch etwas anderes liegt.
- Zum Beispiel dann, wenn Entscheidungen sich endlos drehen.
- Wenn Sichtbarkeit sich innerlich nicht sicher anfühlt.
- Wenn Perfektionismus alles blockiert.
- Wenn sich bestimmte Muster ständig wiederholen.
- Oder wenn eigentlich schon viel Wissen da ist, aber die Umsetzung trotzdem schwerfällt.
Mich interessiert eben nicht nur, was jemand tun sollte. Mich interessiert auch, warum etwas gerade nicht in Bewegung kommt.
Und ich glaube, genau da liegt oft der entscheidende Unterschied.
Kurz: Es geht noch mehr darum, dass Marketing sich für dich endlich stimmig und leicht anfühlt, nicht nur „richtig“.
Was sich gerade bei mir verändert …
Ich schaue schon länger nicht mehr nur auf Tools, Maßnahmen und Strategien. Mich interessiert immer stärker auch das, was darunter liegt: die innere Klarheit, die eigene Haltung, persönliche Werte und die Art und Weise, wie jemand sein Business führt.
Vielleicht ist das genau der Punkt, an dem Marketing-Beratung und Coaching sinnvoll kombiniert werden können.
Denn Sichtbarkeit ist nicht nur ein Thema von außen. Sie hängt oft auch damit zusammen, wie verbunden jemand mit sich selbst ist. Mit dem eigenen Thema, der eigenen Stimme und mit dem, was wirklich nach draußen will.
Und genau da möchte ich in Zukunft noch bewusster arbeiten und Menschen ermutigen, ihre innere Stimme wieder mehr wahrzunehmen und vor allem, ihr zu vertrauen.
Ich bin gespannt, wohin mich diese Ausbildung noch führen wird. Was ich aber jetzt schon merke: Meine Arbeit entwickelt sich weiter, weg von reinem Marketingdenken hin zu einer ganzheitlicheren Begleitung von Selbstständigen, die im Business ihren authentischen Weg gehen wollen.
Meine Kooperation mit der Online Coaching Manufaktur.
Die Ausbildung, die ich gerade mache, findet remote bei der Online Coaching Manufaktur statt.
Falls du selbst mit dem Gedanken spielst, eine Coaching-Ausbildung zu machen, und wissen möchtest, wie ich sie bisher erlebe, dann schreib mir einfach. Ich teile meine Eindrücke dazu offen und ehrlich.
Im Mai 2026 startet die nächste Runde. Und der Vollständigkeit halber: Wenn über meine Empfehlung eine Buchung zustande kommt, bekomme ich eine kleine Provision.


