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Wer die Absicht verfolgt sein Business bzw. seine Marke bekannter zu machen, kommt an dem Begriff “organisches Wachstum” nicht mehr vorbei. Ich stelle dir heute Best Practices vor, wie du es schaffst nachhaltig und mit geringem Kosteneinsatz mehr Reichweite aufzubauen.

Was bedeutet organisch? Im Kontext des Marketings heißt das für dich, dass du nicht zu bezahlten Methoden greifst, um dir neue Kunden bzw. den Traffic auf deine Seite z.B. durch Werbeanzeigen zu erkaufen, sondern dies mit eigenen Mitteln auf “natürliche” Weise geschieht. Vorweg: Ja, das dauert länger, ist dafür aber wesentlich effizienter.

Wie erreicht man organisches Wachstum?

Wie oben schon erwähnt, fallen kaum zusätzliche Kosten an, da man sich auf kostenfreie Marketing-Maßnahmen (Owned Media) und Tools fokussiert, um mehr Reichweite oder Sichtbarkeit zu erreichen.

Mit den folgenden Mitteln gelingt dir ein solider Reichweitenaufbau:

Website:

Eine eigene Unternehmenswebsite ist deine Visitenkarte im Netz. Diese sollte professionell eingerichtet sein, um einen guten Eindruck zu machen. Dazu gehört, dass dein Unternehmensauftritt glaubwürdig ist. Denn du möchtest ja von den richtigen Kunden wahrgenommen werden und das Interesse derer wecken, die deine Seite besuchen sollen. Zum anderen muss die Technik im Hintergrund stimmen.

Aus folgenden Gründen setze ich dafür auf das Content-Management-System WordPress: 

  • kostenlos, du bezahlst lediglich das Hosting bei einem Webhoster deiner Wahl, z.B. webgo
  • flexibel anpassbar dank Millionen von Plugins oder Page-Buildern
  • schnelle und einfache Einrichtung sowie Pflegemöglichkeiten
  • perfekt für die Suchmaschinenoptimierung
  • die Verwaltung liegt im eigenen Hoheitsbereich

Auf deiner Website kannst du dann entscheiden, welchen Content du anbietest. Je nach deiner Zielgruppe und deinem Conversion-Ziel kannst du unterschiedliche Inhalte bereitstellen. Theoretisch kannst du auch einen Shop integrieren.

Mein Tipp: Setze dich vor dem Webseitenaufbau mit deinen Zielen und deiner Kundengruppe auseinander. Wenn du keine Klarheit in deinen Absichten hast, wirst du auch keine zielgerichtete Kommunikation erreichen. Das werden deine Besucher merken und springen höchstwahrscheinlich ab. Es gilt: Klarheit vor Kreativität!

SEO:

Was nützt dir eine top gepflegte und gutaussehende Website, wenn sie niemand findet? Stand Januar hatte Google pro Sekunde ca. 63.000 Suchanfragen, das macht pro Stunde schon ca. 228 Millionen. Klingt gewaltig, oder? Machen wir uns dies zunutze. Wenn du es schaffst deine Seite im Web auffindbar zu machen, hast du schonmal die halbe Miete erreicht. Ich gebe zu, dass man sich mit dieser Wissenschaft einmal auseinandersetzen darf. Aber, wenn du die Grundsätze verstanden hast, dann bist du deinen Konkurrenten schon einen großen Schritt voraus.

Aus meiner Sicht sind das die wichtigsten Einflussfaktoren für SEO (und man sagt, es gibt über 10.000):

  • Besuchsrate, Verweildauer, Absprungrate: Viele User finden deine Seite und klicken in den Suchergebnissen deine Links an? Bingo! Wenn du es jetzt noch schaffst, mit einem guten Nutzererlebnis die User auf deiner Seite zu “unterhalten” und die Mehrzahl springt nicht gleich wieder ab? Dann super Bingo!
  • Mobile Optimierung: 2020 besuchten schon etwa 50 Prozent der Internetnutzer in Deutschland Websites mit einem mobilen Endgerät (Smartphone oder Tablet). Wer jetzt immer noch denkt, dass es nicht wichtig ist ein responsives Design zu bieten, der verschenkt wertvolles Potenzial.
  • Links: Simpel, aber wirkungsvoll. Dabei zählen vor allem die Anzahl und die Relevanz der Verlinkungen. Raus gehende Links sind leichter zu beeinflussen als reinkommende Links (Backlinks). Es gibt allerdings Möglichkeiten, z.B. durch das Schreiben von Gastbeiträgen auf anderen Seiten. Auch sinnvolle Verlinkungen deiner Seiten untereinander spielen eine Rolle.
  • Geschwindigkeit: Bei der Technik würde ich, wie beschrieben, mit WordPress auf eine solide Basis setzen. Halte deine Website schlank, denn das sorgt für geringe Ladezeiten. Bedeutet bei WordPress, so wenig Plugins wie nötig zu verwenden und die Bilder im Voraus klein zu komprimieren. Dabei gilt als Faustregel nicht größer als 200 kB. Nutze dafür z.B. tinypng
  • Content: Google crawlt deine Seite vor allem nach den Inhalten. Also gilt hier zusammengefasst:
    • hochwertig
    • möglichst einzigartig
    • nützlich
    • umfassend
    • gut lesbar/formatiert
    • aktuell bzw. relevant

Also alles, was den User gerne auf deiner Seite verweilen lässt. Deshalb bin ich ein Verfechter des Evergreen-Contents. Wenn du es schaffst Inhalt zu bieten, der zeitlos ist und Mehrwert bietet, dann hast du eine wertvolle Möglichkeit geschaffen deine Zielgruppe auf deine Seite zu lenken. Dafür gibt’s Applaus! Am besten erreichst du das durch Blogartikel. Keywords einfließen zu lassen ist dabei auch wichtig, aber in erster Linie soll der Text natürlich geschrieben sein. Eine gute Keyword-Recherche rentiert sich auf jeden Fall, da du deine Texte nach der Suchintention deiner User ausrichten solltest.

Mein Tipp: Denke immer daran, die Kundensicht einzunehmen und die Probleme deiner Seitenbesucher lösen zu wollen. Denn wer googelt, der hat meistens eine Frage. Bietest du die passende Antwort? Zumal wird das deine Social-Media Präsenzen pushen, was auch einen positiven Einfluss auf dein Ranking haben kann. Es gilt: Qualität schlägt Quantität!

Werden deine Inhalte in sozialen Netzwerken geteilt, schenkt dir das zusätzlich Pluspunkte. Übrigens ist Suchmaschinenoptimierung nicht nur auf der Website relevant. Auch für deine Social-Media-Kanäle spielt der Einsatz von relevanten Keywords eine große Rolle, um über Google oder innerhalb der Netzwerke gefunden zu werden. Pinterest ist übrigens eine visuelle Suchmaschine und kein Social-Network. Dabei kannst du einige SEO-Regeln ebenso anwenden.

Blog:

Einen Blog auf der eigenen Seite zu haben, ist für mich mittlerweile das Nonplusultra, um gefunden zu werden und Aufmerksamkeit zu bekommen. Aus folgenden Gründen:

  • unterstreicht deine Expertise
  • verhilft dir durch SEO zur mehr Reichweite (Gründe s.o.)
  • bietet Interaktionsmöglichkeiten, z.B. durch User-Kommentare
  • verbreitet deine Inhalte mit Social Sharings
  • mehr Seitenaufrufe durch mehr Content
  • macht deine Seite lebendig, durch ständige Aktualisierung
  • Vorteil vor der Konkurrenz
  • hilft beim Vertrauensaufbau

Social-Media:

Zugegeben bin ich immer weniger ein Fan von Facebook und Instagram. Denn aus meiner Sicht wird es zunehmend mühsamer dort mehr Reichweite aufzubauen. Am Ende bestimmt der Algorithmus, was wem angezeigt wird. Somit zwingt uns der Facebook-Konzern (nun Meta genannt) zu bezahlten Werbeanzeigen, wenn wir unsere Zielgruppe mit unseren Botschaften erreichen wollen.

Allerdings bietet die Nutzung vor allem Unternehmern die Möglichkeit, den eigenen Service und ihre Expertise dort zu präsentieren und gleichzeitig in Interaktion mit der Zielgruppe zu treten. Es ist wunderbar möglich dort neue Kundengruppen zu erschließen und die Kundenbindung zu stärken. Also immer noch mehr Vor- als Nachteile.

Trotzdem glaube ich daran, dass es nicht ratsam ist, nur auf die sozialen Netzwerke zu setzen und alle seine Energie in Postings zu stecken. Spätestens der weltweite Ausfall von Facebook, Instagram und dem Messenger WhatsApp am 04.10.2021 zeigt dies deutlich auf.

Mein Tipp: Die sozialen Netzwerke innerhalb der Kommunikationsstrategie ergänzend und gezielt einsetzen, d.h. präsent sein, mit der Community interagieren, Kontaktmöglichkeiten bieten, regelmäßig qualitativ hochwertigen Inhalt mit Mehrwert posten (das kann auch nur 1 x pro Woche sein), dabei auf die optimalen Veröffentlichungszeiten und passenden Content-Formate achten. Und das alles zu dem Zweck, die User auf die eigene Website zu lenken. Ein Grund, warum Facebook keine Verlinkungen in Postings mag. Es gibt Möglichkeiten dies trotzdem zu erreichen. Im beruflichen Kontext kann z.B. LinkedIn dafür eingesetzt werden.

 

Vertrauen gewinnen durch organischen Reichweitenaufbau

Die sozialen Netzwerke bieten also große Risiken, die zu einer Abhängigkeit und eingeschränkten Kommunikation führen können. Dies zeigt, wie elementar es ist, sich als Unternehmer auf eine suchmaschinenoptimierte Website mit einem Experten-Blog und einem Newsletter als Kundenbindungstool zu fokussieren. Wieso es Sinn ergibt, diese Kanäle im Rahmen einer Multichannel-Marketing-Strategie miteinander zu verbinden, kannst du hier nachlesen.

Wenn du mehr Reichweite haben willst, solltest du aus den oben genannten Gründen auf einen organischen Aufbau setzen. Er baut sich langsam auf, ist aber wesentlich nachhaltiger und du sparst dir damit hohe Werbekosten, bei denen du zudem Streuverluste kassierst und die Werbewirkung schnell wieder verpufft. Im Worst Case wirst du sogar als unseriös bei deinen potenziellen Kunden wahrgenommen.


Hast du bereits eine Online-Präsenz und willst diese effektiver nutzen oder hast du den Wunsch dein Business auch online sichtbar zu machen, um auf diesem Wege Kunden zu gewinnen und dein Angebot zu präsentieren? In beiden Fällen kannst du dich vertrauensvoll an mich wenden. Kontaktiere mich und lass uns schauen, wie ich dir mit meiner Expertise weiterhelfen kann.